Greenpeace verschenkt junge Bäume fürs Klima, Der Sonntag

Badische Zeitung, 01.09.2019

Themengebiet:
Wälder
  • Setzlinge gegen den Klimawandel
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Greenpeace Freiburg verschenkt Bäume an Passanten

Mitglieder von Greenpeace Freiburg haben gestern auf dem Kartoffelmarkt in Freiburg Baumsetzlinge an Passanten verschenkt. "Wir wollen ein Zeichen setzen", sagte Manon Wetzel von der Umweltschutzorganisation.


Hintergrund der Aktion, an der sich fünf Greenpeace-Mitglieder beteiligten, ist eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, in der berechnet wurde, wie viele Bäume gepflanzt werden müssten, um den von Menschen gemachten Klimawandel einzudämmen. Ebenso berechneten die Schweizer Wissenschaftler wie viel Fläche zur Wiederaufforstung verfügbar ist: 900 Millionen Hektar. Die Gebiete befänden sich hauptsächlich in Australien, in den USA, in Russland und in China, erläuterte Manon Wetzel. Würde man diese Flächen aufforsten, ließen sich zwei Drittel der CO2-Emissionen in Wäldern speichern.

Greenpeace Freiburg hat die Studie zum Anlass genommen, auch in Freiburg tätig zu werden. Auch hier gebe es Platz aufzuforsten, findet Manon Wetzel. Die knapp 100 Baumsetzlinge besorgten sich die Umweltschützer von einem privaten Waldbesitzer im Wiesental. Darunter waren Eichen, Ahorn, Buchen und Hainbuchen. Schon zu Beginn der Aktion am Samstag gab es eine rege Nachfrage. Die Greenpeace-Mitglieder wollten dabei auch mit Passanten ins Gespräch über den Klimawandel kommen – und was man dagegen tun kann. "Im Mooswald will die Stadt 190 Bäume wegen Parkplätzen fällen, und Sie verteilen Setzlinge. Wie passt das zusammen?", fragte eine ältere Frau. Die Greenpeace-Aktivisten versicherten der Frau, gegen die geplante Fällung der Bäume vorzugehen. "Der Oberbürgermeister bekommt einen offenen Brief von uns", sagte Agnes Lamacz.

Auch weltweit geht der Bestand an Wäldern weiter zurück, statt zu wachsen. Über die Brände im Amazonas-Gebiet zeigte sich Manon Wetzel "wahnsinnig frustriert". Das gebe einem das Gefühl der Hilflosigkeit. Die Aktion hatte Greenpeace Freiburg aber schon vor Ausbruch der Feuer geplant. "Umso wichtiger ist, dass wir etwas unternehmen", gab sich die Greenpeace-Aktivistin kämpferisch.

Foto: Klaus Riexinger

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