Wassermangel am Oberrhein

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Das dritte Jahr leidet der heimische Wald unter extremer Trockenheit, Niederschlagsmangel und starken Schädlingsbefall. Sollte die Trockenheit anhalten, kann es zu massivem Baumsterben in Deutschland kommen. Das bedroht unsere Ökosysteme und die langfristige Rohstoffgrundlage unserer Industrie - Holzindustrie und Forstwirtschaft. Außerdem droht der Landwirtschaft eine Mißernte. Der Boden gleicht Beton.

In einem Interview am 24 April mit Greenpeace erklärte Raimund Enge, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes Brandenburg: "2018 und 2019 hatten wir ein neues Phänomen. Wir hatten sehr viele Großschadenslagen, also Brände ab zehn Hektar. Und auch viele, die als sogenannte Langzeitlagen geführt wurden. Das heißt: Die Brände konnten nicht innerhalb eines Tages gelöscht werden, sondern brannten teilweise bis zu zwei Wochen. (…) Der Wald ist durch die extreme Trockenheit und höhere Temperaturen besonders anfällig dafür, dass sich Brände sehr schnell und stark ausbreiten."

Auch wenn jetzt Regen angekündigt ist, ändert das am Grundproblem der Trockenheit nichts. Wir werden, wenn es so weitergehen sollte, im April vermutlich nur fünf bis zehn Prozent des Niederschlags bekommen, der für diesen Monat eigentlich üblich und notwendig wäre.

Auch in Freiburg-Günterstal hat es dieses Jahr im Wald gebrannt, am 22. April.  Oberhalb vom Sohlacker hat ein Schwelbrand 200 Quadratmeter Wald erfasst. Das Forstamt hat mit der Redaktion der Badischen Zeitung gesprochen: Das Forstamt warne vor leichtsinnigem Verhalten im Wald und weise darauf hin, dass offenes Feuer außerhalb offizieller Feuerstellen und das Rauchen im Wald von März bis Oktober grundsätzlich nicht gestattet sei. Waldbrandgefahr gehe auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber auch entlang von Straßen durch achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippen aus.

Der Nabu (Naturschutzbund Deutschland) befürchtet in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg der Waldschäden. Bei Schäden seien Größenordnungen von 500.000 Hektar und mehr nicht mehr unvorstellbar, sagte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Das Bundeslandwirtschaftsministerium beziffert die geschädigte Waldfläche für die Jahre 2018 bis 2020 nach Nabu-Angaben auf 245.000 Hektar.

Trockenheit am Oberrhein

Trockenheit am Oberrhein

Trockenheit am Oberrhein

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