Tag der Buchenwälder

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Anlässlich des „Tags der Buchenwälder“ am 25. Juni wenden sich Repräsentant*innen aus Natur- und Umweltschutz und aus der Wissenschaft mit einem Appell an die Bundesministerinnen Julia Klöckner und Svenja Schulze und fordern mehr Einsatz für den Schutz der Buchenwälder in Deutschland und Europa. In einem offenen Brief bringen die Unterzeichnenden ihre große Besorgnis über den schlechten Zustand der Buchenwälder zum Ausdruck und fordern eine ambitionierte europäische Waldstrategie.

Die Rotbuchenwälder waren schon vor den Hitzesommern 2018/2019 massiv geschädigt, wie die Waldzustandsberichte der vergangenen Jahre belegen. Luftschadstoffe aus Industrie, Landwirtschaft und Verkehr, naturferne, einschichtige Buchenbestände, waldschädliche Forstwirtschaft mit Großschirmhieb, starker Durchforstung und Befahrung sowie die Fragmentierung der Wälder haben die mikroklimatische Regulation und die Wasserspeicherfähigkeit der Buchenwälder verringert. Durch die Auswirkungen der Klimakrise wurde die Buche als durchaus anpassungsfähige Baumart an ihre Grenzen gebracht.

Zwar sind viele Buchenwälder, insbesondere als Natura 2000-Gebiete, formal geschützt, doch reicht dies nicht aus, um den Erhalt dieser einzigartigen Ökosysteme zu sichern. Wir fordern eine ambitionierten EU-Waldstrategie, die auf einem Ansatz basiert, der den Wald als komplexes Ökosystem begreift und nicht als Holzfabrik. Zudem müsse Deutschland mehr Tempo machen, um das beschlossene Fünf-Prozent-Ziel der nationalen Biodiversitätsstrategie für Wälder mit natürlicher Entwicklung schneller zu erreichen.

Der „Tag der Buchenwälder“ fällt auf den 25. Juni, weil die Vereinten Nationen am 25.6.2011 fünf Buchenwälder in Deutschland als Weltnaturerbe auszeichneten und wurde vergangenes Jahr von der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) ins Leben gerufen.

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