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Der Nordostatlantik ist kein idyllisches Meer sondern vielmehr eine riesige Industrielandschaft mit 727 umweltrelevanten Öl- und Gasförderanlagen, deren Normalbetrieb Klima und Meer dramatisch belasten, wie der aktuelle Greenpeace-Bericht zeigt (https://act.gp/Nordsee). Mehr als 95 Prozent dieser Anlagen befinden sich in der Nordsee. 2017 stießen die Öl- und Gasplattformen 30 Millionen Tonnen CO2 aus, das ist beinahe so viel wie die CO2 Emissionen Dänemarks (2018: ca. 36 Millionen Tonnen). Außerdem verschmutzten sie das Meer mit 9.200 Tonnen Öl und 182.000 Tonnen Chemikalien durch den regulären Betrieb, das entspricht einem jährlichen Tankerunglück sowie einem täglichen Chemieunfall.
 
Schon vor 25 Jahren wurde Greenpeace aktiv. Damals besetzten Greenpeace-Aktivisten in der Nordsee den ausgedienten Lagertank Brent Spar. Doch auch ein Vierteljahrhundert später gibt es Streit um die Entsorgung alter Fördertechnik aus dem Brent-Ölfeld nordöstlich der Shetland-Inseln. Drei der Förderanlagen sind so genannte Betonplattformen. Die Plattformen haben an der Basis am Meeresboden riesige Öltanks und in diesen Öltanks ist ein Rückstand enthalten. Dabei geht es um 11 000 Tonnen Öl. Nach den Plänen von Shell sollen die Sockel der Plattformen Brent B, C und D im Meer bleiben und nicht umweltgerecht an Land entsorgen. Das ist für Greenpeace nicht akzeptabel! Es kann nicht sein, dass Shell das Meer 25 Jahre nach Brent Spar erneut als Müllkippe missbrauchen will.
 
Aber es geht Greenpeace nicht nur um die fachgerechte Entsorgung der alten ausgedienten Plattformen, sondern vor allem auch um ein Ende der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee! Deswegen standen wir am Samstag vor der Shell-Tankstelle in Freiburg, um an dieses wichtige Thema zu erinnern und aufmerksam zu machen.
 

Weiterführende Links

25 Jahre Brent Spar