Licht und Kunst für den Frieden

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Bei den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki starben 1945 mehr als 200.000 Menschen. Noch heute leiden viele unter den Spätfolgen der Atombombenabwürfe und mahnen uns: Solch eine Katastrophe darf sich nie wieder ereignen! Deutschland kann jetzt wegweisend einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten. Abrüstung muss hier und heute beginnen, damit Gräueltaten wie in Hiroshima sich niemals wiederholen können. Dafür muss die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen.

Anlässlich des 75. Jahrestags des Atombombenabwurfs auf Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945) protestierte Greenpeace Freiburg daher für eine rasche Unterzeichnung des Vertragswerks. Der Atomwaffenverbotsvertrag verbietet unter anderem, Atomwaffen zu entwickeln, zu produzieren, zu stationieren und einzusetzen. Nach dem Meinungsforschungsinstitut Kantar sind 92% der befragten Bürger*innen dafür, dass Deutschland dem Abkommen zum Verbot von Atomwaffen beitritt. Unter der Regierung von CDU und FDP hat der Bundestag bereits 2010 beschlossen, die US-amerikanischen Atombomben aus Deutschland abzuziehen. Dies ist jedoch nie umgesetzt worden. „Stattdessen fließen weiter Milliarden von Steuergeldern in eine veraltete und gefährliche Abschreckungsdoktrin – eine weder ökonomisch noch sicherheitspolitisch zeitgemäße Entscheidung“, urteilt Christoph von Lieven, Greenpeace-Sprecher für atomare Abrüstung.

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Es ist daher an der Zeit, die stagnierenden Abrüstungsbemühungen mit neuem Leben zu füllen. Denn immer noch sind beispielsweise im rheinland-pfälzischen Büchel zwanzig US-amerikanische Atombomben gelagert, die im Kriegsfall von deutschen Pilot*innen ins Ziel geflogen werden sollen. Die in Büchel stationierten Bomben haben jeweils eine mindestens zehnfache Sprengkraft der Hiroshima-Atombombe und oblägen im Kriegsfall nicht der Verfügungsgewalt der Nato, sondern der USA. Mit dem Festhalten an der nuklearen Teilhabe sitzt Deutschland schlussendlich nicht unter einem „nuklearen Schutzschirm“, sondern einem Bedrohungsschirm.

Friedenslichter am Platz der Alten Synagoge

Greenpeace setzt sich deshalb weiter konsequent für das friedliche Lösen von Konflikten, den Erhalt demokratischer Rechte, ein Rüstungsexportverbot in Drittländer, Krisen- und Kriegsgebiete sowie weltweite atomare Abrüstung und Umweltschutz ein.Symbolisch entzündeten die Ehrenamtlichen der Freiburger Greenpeace Gruppe in Gedenken an die Opfer der Atombombenangriffe von Hiroshima und Nagasaki über 100 Kerzen in Form eines Peace-Zeichens auf dem Platz der Alten Synagoge. Viele folgten dem Aufruf, selbst ein Licht dazu zu stellen und setzten so ein gemeinsames Zeichen für eine atomwaffenfreie, friedliche Welt.

Friedensgruppe

Kunst-Aktion am Schlossbergring

Wandgemälde am Schlossbergring werden ab sofort weithin sichtbar an unser aller Verantwortung für das Eintreten für Frieden in der Welt erinnern. Die Kunstwerke wurden im Rahmen einer Mitmach-Aktion durch einen Zusammenschluss von Greenpeace Freiburg, den Artgenoss*innen der PH Freiburg sowie Graffitikünstler Zoolo geschaffen. Alle waren eingeladen, das Greenpeace-Friedensmanifest zu unterschreiben und einen von tausend bunten Kranichen zu malen. Dies ist inspiriert von dem japanischen Brauch „Senbazuru“, bei dem man eintausend Papierkraniche faltet, um die Götter um die Erfüllung eines Wunschs zu bitten. So findet man im Friedenspark von Hiroshima, über dem die Atombombenexplosion in 600 m Höhe ein ganzes Stadtbild auslöschte, viele farbenfrohe Kunstwerke aus tausenden von Papierkranichen, die den gemeinsamen Wunsch nach Frieden symbolisieren. Das Kunstwerk verbindet die Erinnerung an die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren mit dem gemeinsamen Streben nach globalen Frieden und darf uns fortan immer wieder aufs Neue zu unserem Einsatz auffordern.

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Weiterführende Links

Greenpeace: Weg mit den Atomwaffen
Greenpeace zu Deutschlands nuklearer Teilhabe

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